Demokratie beginnt im Gespräch – Der RedeZeit-Bus in Singen
Heute war ich bei der Tafel Singen zu Gast, um das Projekt RedeZeit kennenzulernen – eine Initiative, die Menschen mit Armutserfahrung eine Stimme gibt. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden und Teilnehmenden habe ich über politische Bildung, soziale Gerechtigkeit und die Bedeutung von Teilhabe gesprochen. Der direkte Austausch hat mir einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, zuzuhören und Räume für echte Beteiligung zu schaffen.
RedeZeit ist ein besonderes Projekt: Es bringt Menschen zusammen, die sonst selten am selben Ort zu finden sind – Kundinnen und Kunden der Tafel, Ehrenamtliche, Schülergruppen und Politikerinnen und Politiker. Ziel ist es, miteinander statt übereinander zu sprechen, Erfahrungen zu teilen und Politik greifbar zu machen.
Im Gespräch habe ich erfahren, wie schwierig es sein kann, den Alltag mit knappen Mitteln zu bewältigen, aber auch, wie sehr sich die Menschen wünschen, selbst aktiv zu werden und etwas zu verändern. Diese Offenheit hat mich beeindruckt. Politik lebt von solchen Momenten – wenn Menschen ihre Erfahrungen einbringen und sichtbar wird, was sie bewegt.
Ich habe auch mit den Initiatorinnen des Projekts gesprochen, die betonten, dass RedeZeit nicht nur Diskussion, sondern Empowerment bedeutet. Menschen mit Armutserfahrung sollen lernen, ihre Perspektive selbstbewusst einzubringen und so politische Prozesse mitzugestalten. Das ist gelebte Demokratie.
Fazit
Der Besuch bei RedeZeit hat mir deutlich gemacht: Politische Teilhabe darf kein Privileg sein. Sie muss allen offenstehen – unabhängig vom Geldbeutel oder Bildungsweg. Projekte wie dieses zeigen, wie Demokratie im Alltag funktioniert: durch Begegnung, Respekt und gemeinsames Nachdenken. Ich nehme aus dem Tag viel mit – vor allem den Auftrag, solche Formate weiter zu fördern, damit jede und jeder mitreden kann.





