Gemeinsam statt einsam – mein Tag bei der Tafel Singen
Heute bin ich in Singen bei der Tafel. Schon beim Eintreten in die Küche spüre ich die Wärme, die entsteht, wenn Menschen füreinander da sind. Zwischen dampfenden Töpfen, geschnittenem Gemüse und herzlichem Lachen wird schnell klar, was Zusammenhalt bedeutet.
Die Tafel in Singen hat ein erweitertes Verständnis von Tafelarbeit. Sie rettet Lebensmittel, unterstützt Menschen in schwierigen Lebenslagen, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist zugleich ein Ort der Begegnung. Als Teil der Singener Sozialrunde arbeitet sie eng mit anderen sozialen Initiativen zusammen und zeigt, was gelebte Solidarität bedeutet.
Besonders beeindruckt haben mich die vielen Projekte, die es in dieser Form nur hier oder an wenigen anderen Tafeln in Baden-Württemberg gibt. Dazu gehört der tägliche Mittagstisch für rund 40 bis 50 Gäste, den ich gemeinsam mit den Ehrenamtlichen vorbereiten durfte. Alles läuft ruhig, eingespielt und mit großem Respekt füreinander. Jede Portion ist mehr als eine Mahlzeit – sie ist ein Stück Würde.
Aber mein Tag bei der Tafel war mehr als Schneiden und Servieren. Es ging um das Miteinander. Um Solidarität in der Praxis. Gerade in einer Zeit, in der Armut immer häufiger zur stillen Realität wird, brauchen wir Orte wie diesen. Armut bedeutet nicht nur, wenig Geld zu haben. Armut grenzt aus. Sie macht einsam. Die Tafel in Singen setzt dem etwas entgegen: Gemeinschaft, Kontakt, Zuversicht.
Als Landtagskandidatin sehe ich hier, was soziale Gerechtigkeit konkret heißt. Faire Chancen, Teilhabe und ein Baden-Württemberg, das niemanden zurücklässt. Dazu gehören eine stabile Unterstützung der Tafeln, bezahlbarer Wohnraum und Bildung, die Türen öffnet statt sie zu schließen.
Fazit
Der Tag bei der Tafel Singen zeigt mir, dass Politik nicht im Parlament beginnt, sondern dort, wo Menschen füreinander einstehen. Ich nehme viele Eindrücke mit – und die feste Überzeugung, dass wir den sozialen Zusammenhalt stärken müssen.





